Das Leben an sich
Das Leben ist schon seltsam. Wie entscheidend doch manchmal Monate, Tage, Minuten, ja sogar Sekunden sein können. Wenn meine Mutter zum Beispiel ihre beste Freundin früher kennen gelernt hätte und ihre andere beste Freundin nicht in Amerika gewesen wäre, dann hätte ich jetzt immer noch einen Paten. Also ist auch der Ort ausschlaggebend.
Eigentlich wird unser Leben von Zeit und Ort bestimmt. Wenn man nicht um 15 Uhr an der Bushaltestelle ist, dann hat man den Bus verpasst. Wenn man nicht rechtzeitig am Weihnachtsabend zu Hause ist, dann ist die Familie wütend. Wenn man nicht den Computer angelassen hätte und dann zur Freundin gefahren wäre, dann wäre das Haus nicht abgebrannt.
Wie können nur solche Kleinigkeiten unser Leben so bestimmen?
Manchmal frage ich mich, ist das jetzt gerade eigentlich real? Ist es die Realität?
Manchmal wenn ich in einem Raum voller Menschen sitze kommt es mir so seltsam vor, da habe ich das Gefühl, dass ich einfach aufstehen und die Raum verlassen könnte, weil es nicht real ist. Ich kann doch die Zeit zurückspulen oder ich kann aus diesem Traum aufwachen, auch wenn die Situation gar nicht unangenehm ist, sondern schön. Wenn man mit seinen Freunden lacht, ja auch dann kommt wieder dieser Moment…ist es wirklich real? Stehe ich jetzt wirklich hier und lache mit meinen Freunden? Bin ich nicht in einem Film oder denkt sich jemand mein Leben nur aus? Bin ich die Hauptfigur in einem Buch und der Autor ist Schuld an meinem ganzen Leben? Aber der absurdeste Gedanke ist, dass ich mir vorstelle, dass da Menschen vor einem Computer sitzen und mit uns „realen“ Menschen spielen. Wie in einem Marionettentheater, aber man kann nicht in das Geschehen eingreifen.
Wäre es nicht wunderbar wenn man die Zeit beeinflussen könnte? Neulich hatten wir so ein stinklangweiliges Methodentraining, wo ich das Gefühl hatte, dass es gar nicht mehr aufhören will, ja und wenn man nun die Zeit vordrehen könnte. Nur eine Stunde hätte mir gereicht. Oder diese langen Zugfahrten. Sind Sie schon mal morgens in der Rush Hour mit dem Zug gefahren? Nie wieder! Zug fahren in der Rush Hour gleicht dem Fegefeuer. Die Luft ist stickig, Sie müssen höchstwahrscheinlich auch noch die ganze Fahrt stehen, weil Sie nicht zu den Menschen gehören, die das unverschämte Glück besitzen einen Sitzplatz zu bekommen und sie werden an wildfremde Menschen gepresst, die Ihnen vielleicht sogar abstoßend vorkommen.
Am schlimmsten ist es im Winter. Sie haben einen dicken Mantel und einen Schal an, die Heizung ist ausnahmsweise mal an, aber Sie haben keine Möglichkeit ihren Mantel auszuziehen, weil Sie ja wie eine Gurke in einem Glas sind. In einem beheizten Glas. An jeder Haltestelle hoffen Sie, dass mehr Menschen aussteigen als einsteigen, vielleicht haben Sie auch Glück und genau das geschieht, aber es steigen ja auch wieder diese Sitzplatz-Glückspilze ein. Sie stehen schon über eine Stunde, die steigen gerade ein und bekommen natürlich direkt einen Sitzplatz. Jetzt macht langsam ihr Kreislauf schlappt wegen dieser schlechten Luft und Sie schauen nur noch auf die Uhr, sofern das Platztechnisch möglich ist, Sie zählen die Sekunden bis sie endlich an ihrem Ziel ankommen.
Aber damit nicht genug, nein, Sie müssen höchstwahrscheinlich noch weiter mit dem Bus, der S-Bahn oder der U-Bahn. Wieso sollten Sie jetzt da einen Sitzplatz bekommen? Aber da, was sehen Sie? Ein freier Platz, Sie steuern auf ihn zu, Sie haben ihn in greifbarer Nähe, aber eine alte Frau schnappt Ihnen den Platz weg. Diese Frau ist zwar alt, aber immer noch fidel, sie gehört zu den Frauen, die noch im Bus stehen könnten, sie hat nicht einen langen Arbeitstag vor sich, nein, sie will auf den Markt um mit ihren Freundinnen ein Schwätzchen zu halten. Entweder Sie sind jetzt schon so erschöpft, dass Sie einfach nichts mehr sagen können oder jetzt läuft Ihr innerliches Fass über und Sie legen sich mit der Frau an.
Wenn Sie sich für die zweite Möglichkeit entschieden haben, dann sollten sie sich schon mal die Ohren zu halten, denn dann werden sie höchstwahrscheinlich für deren gesamtes Leben verantwortlich gemacht. Sie hätte ja so schwer gearbeitet, die Rentenkassen gefüllt und nun bekommt sie davon nichts mehr mit, wegen Ihnen. Ja, wegen Ihnen, weil Sie ja arbeitslos sind und ihr Geld verpulvern. Klar, bin ich arbeitslos, werden Sie sich sagen, deswegen bin ich ja auch in der Rush Hour unterwegs, um bloß nicht zu meinem Arbeitsplatz zu kommen. Wenn Sie an so eine Frau geraten, dann hilft nur noch eins – ergreifen Sie die Flucht.
Sie haben geduscht oder Sie haben ein Bad genommen und wollen sich nun die Haare richten, geht nicht. Spiegel beschlagen. Warum macht der Spiegel das? Warum will er uns ärgern. Ich meine, entweder müssen wir jetzt die Badezimmertür öffnen oder den Spiegel trocken föhnen, damit wir was sehen können. Also warum sind Spiegel so? Warum stellen sie sich uns in den Weg. Ich meine, ist es denn nicht schon schwer genug sich die Haare vernünftig zu fönen?
Fönen ist die reinste Tortur. Die Haare sitzen doch meistens nur nach einem Frisörbesuch richtig. Da versucht man den Pony in Form zu bringen und es klappt nicht, da will man sich eine Außenwelle fönen und auch das klappt nicht, okay das liegt jetzt wahrscheinlich weniger am beschlagenen Spiegel, aber wieso gelingt es und meistens nicht?
Ab und zu landet man aber dann doch einen Glückstreffer und die Haare sehen so aus, wie sie eben aussehen sollen, zwar sehen sie nicht so gut aus wie nach einem Frisörbesuch, aber man ist doch stolz auf sich, dass man es einigermaßen gut hinbekommen hat.
Aber dann, raus auf die Straße, ein Windstoß, am besten noch Regen oder Schnee und da fällt es einem ein - Schaumfestiger und Haarspray vergessen. Na super, die ganze Arbeit war mal wieder für die Katz. Und wofür machen wir das? Für die Männer! Mal ehrlich, würde es keine Männer auf der Welt geben, warum sollten sich dann die Frauen noch so rausputzen, da gibt es doch gar keine Rivalitäten mehr.
Das wäre doch langweilig, wenn man sich nur für die Männer schick machen würde, dann müsste man auch nicht mehr Shoppen gehen. Ich denke für manche Frauen ist Einkaufen ein Grundnahrungsmittel. Manche ernähren sich von Luft und Liebe, andere von McDonalds, wieder andere essen nur Gemüse und dann gibt es eben noch die Shopping-Ernährer.
Die Männer dieser Frauen, das sind arme Schlucker, denn ein Shoppingtripp für die ist genauso schlimm, als wenn wir kein Make-up mehr benutzen dürften.
Kennen Sie die Disziplin Fettnäpfchen-Weitsprung? Vielleicht gehören Sie ja sogar zu der Nationalmannschaft?
Da war ich doch neulich mit einer Freundin Shoppen und wir stehen vor dem Schmuck. Bekannte von mir hatten mir aus ihrem letzten Österreichurlaub so ein Magnetarmband mitgebracht, dass man aber auch als Kette benutzen kann. Bei uns gab es die noch gar nicht zu kaufen und was muss ich da im Kaufhaus sehen? Diese Magnetarmbänder. Da freut man sich, dass man etwas hat, was andere in Ihrer Umgebung nicht haben und dann zerplatzt diese Seifenblase einfach.
Ich fange öfters Sätze mit „Halloooo???“ an, wenn ich eigentlich meine „Das gibt’s doch wohl nicht“ oder „Das kann doch nicht wahr sein“. Und wir standen vor diesen Armbändern und ich fing wieder einen Satz mit „Halloooo???“ an, allerdings stand ein älterer Mann neben mir, der sich dadurch angesprochen fühlte. Er war wohl der Auffassung, dass ich meinte, dass er im Weg stünde und daraufhin entschuldigte er sich höflich. Meine Freundin fand das natürlich sehr komisch, dass ich meinem Ziel Deutscher Meister im Fettnäpfchen-Weitsprung wieder ein Stück näher gerückt war.
Doch dieser Tag war noch nicht zu Ende. Wir standen dann vor singenden Weihnachtsplüschtieren, die sich auch noch zu der Musik bewegten. Ich mache also so ein Tier an, das fängt an zu tanzen und ich mach einfach mit. So was macht doch Spaß! Allerdings war das meiner Freundin mehr wie peinlich, denn die Leute drehten sich schon zu uns um.
Dabei fand ich beide Aktionen jetzt gar nicht so peinlich, denn was macht das denn schon? Ich werde diese Leute eh nie wieder sehen. Es macht doch einen gewaltigen Unterschied, ob man die Leute nie wieder sieht oder ob man täglich mit ihnen zu tun hat. Denn diese Menschen werden einen diese Missgeschicke immer wieder unter die Nase reiben. Andererseits ist es doch auch lustig seine Freunde wieder an ihre Missgeschicke zu erinnern, so hat man immer wieder was zu lachen.
Oder dann habe ich mich mit einem Fotografen unterhalten, der wollte einen Teil der Straße absperren. Und ich war der Meinung, dass so was doch sehr teuer sein müsste, aber er erzählte mir, dass er so was schon mal in Korschenbroich hat machen lassen und dass das eigentlich gar nicht teuer wäre. Ich konnte natürlich mal wieder meine Klappe nicht halten, „Welche Pappnase wohnt denn auch schon in Korschenbroich, am Arsch der Welt?“ Worauf hin der Fotograf schmunzelt, „Ich!“ Ja super, woher soll ich denn das wissen?
Am meisten zu lachen hat man wenn man seine Freunde nach einer Party wieder sieht, wo die sich die Kante gegeben haben, man selber sich aber noch an alles erinnern kann, weil man fast nichts getrunken hat.
Wenn man betrunken ist, da passieren doch die peinlichsten Sachen, man sagt den Leuten die Wahrheit, zum Beispiel sagt man jemanden wie hässlich doch wieder sein Hemd ist oder man tanzt mit Menschen die man eigentlich gar nicht mag, obwohl man einen Freund hat oder man tanzt sehr seltsam, bzw. sehr peinlich.
Krönender Abschluss ist immer die Kotzerei und ein Filmriss, wobei man natürlich nie weiß, ob die Person jetzt wirklich einen Filmriss hatte oder ob sie nur sagt, dass sie einen hatte um das peinliche Verhalten nicht erklären zu müssen. Leider weiß so was nur die betroffene Person selbst.
Schlimm ist es, wenn man kurz vor dem Filmriss ist und man keine Kontrolle mehr über sich hat. Diese Erfahrung habe ich einmal gemacht und ich will sie nicht wieder machen.
Haben Sie schon mal mit einer Wand gesprochen? Nein? Also ich schon. Wir waren am Tanzen, wenn man das noch so nennen konnte, und taumel gegen die Wand und bleibe an ihr kleben und erzähle ihr wie schön weich und freundlich sie doch zu mir ist. In dem Moment ist einem nicht bewusst, wie viele Leute einem gerade bei diesem Dialog mit der Wand zuhören, so was erfährt man dann später.
Peinlicher finde ich da schon, wenn man mit zwei Typen gleichzeitig rumknutscht, mal links, mal rechts und das dann am nächsten Tag versucht runterzuspielen indem man auf die Fehler Anderer hinweist. Ich meine, warum sehen diese Personen ihre Fehler denn nicht ein und stehen dazu, sie können ja vielleicht gar nichts dafür, weil sie eben zu betrunken waren. Wenn sie das aber „freiwillig“, also bei vollem Bewusstsein (wenn das im betrunkenen Zustand noch möglich ist) getan haben, dann sollten sie erst recht zu ihren Fehlern stehen und nicht so feige sein und das überspielen und abstreiten.
Überhaupt hasse ich Menschen, die nie sagen was sie wirklich meinen, die immer zu allen nett sind, nur damit alle sie mögen. Was ist denn das für eine Einstellung? Es ist doch völlig ausgeschlossen, dass alle Menschen einen leiden können, warum soll ich dann also mir eine Maske aufsetzen. Da laufe ich doch lieber ohne Maske rum, weiß aber dass meine Freunde mich so mögen wie ich bin.
Diese ich-bin-zu-allen-nett-Menschen, sind meistens auch noch Ja-Sager, denn wenn sie zu etwas „nein“ sagen, dann würden sie ja auch nicht mehr nett sein und dann könnte es Streit geben, jedoch würde dann ihre heile Welt zusammen brechen. Diese Menschen haben noch nicht verstanden, dass es keine heile Welt gibt.
Haben Sie sich schon mal länger als eine Woche 24-Stunden lang nur glücklich gefühlt? Und ich meine damit wirklich immer zu glücklich, war da nicht mal eine Minute dabei, in der Sie sich schlecht gefühlt haben?
Das Leben ist nun mal kein Honigschlecken. Und ich denke, dass es auf die Dauer und sehr langweilig werden würde, wenn es Glatt laufen würde. Dann wären wir alle wie Gustav Gans. Unser Leben besteht aus einer Mischung aus Gustav Gans und Donald Duck. Allerdings standen manche Leute zu lange in einer der beiden Schlangen und haben jetzt eben etwas mehr Glück oder etwas mehr Pech abbekommen.
Menschen die meinen, dass es eine heile Welt gibt sind in meinen Augen einfach nur kindisch und dumm. Wir müssen uns doch nur mal umsehen. Es gibt so viel Leid in dieser Welt und so was wollen diese Menschen einfach übersehen? Oder nicht wahrhaben? Und dann beginnen sie mit diesen kleinen Weltverbesserungsaktionen und kommen dann auf solche Ideen, wie keinen Weihnachtsbaum mehr zu kaufen, weil ihnen die Bäumchen Leid tun.
Was wäre denn Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Und vor allem was soll das bringen? Diese Bäume werden doch extra dafür gezüchtet und wenn man in diese Richtung etwas für die Umwelt machen möchte, dann sollte man sich um den Regenwald kümmern.
Das ist genau so ein Schwachsinn wie kein Fleisch mehr zu essen, weil einem die Tiere leid tun. Ja, mir tun die Tiere auch leid und ich könnte auch nie ein Tier essen, was ich vorher lebendig gesehen hätte, aber diese Tiere werden doch auch genauso wie die Bäume gezüchtet. Trotzdem sollten die Tiere ein schönes Leben haben, also ohne die Massentierhaltung. Aber was bringt das denn schon wenn ich jetzt vor der Fleischtheke stehe und das Rindersteak nicht kaufe, das Rind ist doch schon tot, ob ich das jetzt kaufe oder nicht, lebendig wird’s bestimmt nicht mehr. Ich kann an dieser Situation nichts ändern.
Ich gehe furchtbar gerne ins Kino, egal ob Komödie, Liebesschnulze, Action…, das einzige was ich jetzt nicht sooo toll finde, ist Science Fiction. Auf jeden Fall war ich vor Kurzem in „King Kong“. Und zu jedem Kinobesuch gehört natürlich Cola und Popcorn. Manchmal kaufe ich aber auch Taccos mit Salsa und genau die wurde mir zum Verhängnis. Der Film lief ungefähr eine halbe Stunde. Ich tue mir etwas Salsa auf einen Tacco, führe ihn langsam zum Mund und da macht es auch schon „platsch“. Die Salsa war mir mitten in den Ausschnitt gefallen und lief langsam an meinem Busen vorbei. Bin ich froh, dass es im Kino immer dunkel ist, das wäre ja mal wieder eine Blamage gewesen. Mein erster Gedanke war, „Gott sei dank. Es hat nicht mein Oberteil getroffen.“ Und mein zweiter war, „Da läuft was an mir runter, ich brauche ein Taschentuch.“ Und wie immer in solchen Situationen fehlt einen ein Taschentuch. Ich war aber nicht bereit das Kino zu verlassen, denn dann hätte ich auf dem Weg zum Klo an den Kassen vorbei gemusst und da stehen ja bekanntlich Menschen. Meine Mutter fand dann aber noch eins und so war ich noch mal gerettet. Es ist ja schon unangenehm genug wenn mal ein Popcorn dort hinfällt wo es nichts zu suchen hat, aber wer kann schon behaupten, „ich hatte Salsa im Ausschnitt“?
Haben Sie schon mal einen Frisör getroffen? Ich meine jetzt keine Frisörin! Diese Männer sind entweder schwul und sehen gut aus oder sie sind total eitel und sehen gut aus. Und es sind die reinsten Tratschtanten. Wenn Sie meinen ihre Frisörin wäre schon eine Quasselstrippe, dann warten Sie mal ab, bis sie einen Mann haben. Die kann man nicht abstellen und wenn sie nicht schwul sind, dann ist ihr Lieblingsthema Autos, das ist überhaupt DAS Lieblingsthema schlechthin.
Sollten Sie allerdings auch noch einen Türkischen Frisör erwischen, dann aufgepasst. Diese Gattung ist ganz klar unter Charmebolzen einzustufen. Sie erkennen ihn vor allem daran, dass es ganz oft Ihren Namen wiederholt. „Frau Schmitt, darf ich Ihnen noch etwas zu trinken bringen?“ „Da bin ich ganz Ihrer Meinung, Frau Maier.“ „Kennen Sie den neuen Audio A8, Frau Müller, den finde ich ja so klasse.“
Wenn Sie dieser Gattung besonders gefallen, dann wird er jede freie Sekunde während ihrer Behandlung bei Ihnen verbringen und sich mit Ihnen über sein Lieblingsthema Autos unterhalten. Wenn Sie Glück haben geht es auf Ihr Lieblingsthema ein, jedoch nur wenn er davon Ahnung hat, denn er will natürlich Eindruck bei Ihnen schinden.
Selbstverständlich sind diese Frisöre sehr nett, aber wenn sie dann doch zu viel reden, können sie einem auch leicht auf die Nerven gehen.
Um noch mal auf die Autos zurück zu kommen…
Gibt es denn kein anderes Thema für einen Mann? Männer kennen generell jedes Auto, wissen was es für eine Ausstattung hat, in welchen Farben man(n) es kaufen kann und und und. Und die können auch nie genug davon bekommen, stundenlang wird dann darüber diskutiert, aber wenn wir uns fünf Minuten über einen neuen Laden unterhalten, heißt es dann direkt wieder, „ihr habt ja nur Klamotten im Kopf“.
Meiner Meinung nach gibt es verschiedene Auto-Wahnsinnige:
Erstens: Die Gattung der Luxusfahrer
„Ach, willst Du denn mit einem VW? BMW und Mercedes, das sind echte Autos.“
Zweitens: Die Gattung der Tuner
„Mensch Junge, den musste tiefer legen und dann mach dir mal andere Sitze rein.“
Drittens: Die Gattung der Familientiere
„Also wir sind sehr zufrieden mit dem neuen Van, da passen alle Kinder rein und wir können gemütlich nach Dänemark fahren.“
Viertens: Die Gattung der Singels und Normalverdiener
„Ihr immer mit euren teuren riesigen Schlitten. Mir reicht mein Golf völlig.“
Und Fünftens: Die Gattung der Bastel-, Schrott- und Oldtimerfreaks: „Ich habe mir letztens wieder einen alten Mercedes gekauft und da habe ich schon wieder so viele Ideen wie ich den wieder zum laufen bringe.“
Ich persönlich finde solche Sammler total verrückt, warum soll ich mir etwas kaufen, wenn ich es doch nie benutze. Oft werden nämlich die Autos nur gekauft, damit sie aufpoliert werden und dann in der Garage rumstehen dürfen. Das ist doch bescheuert, vor allem diejenigen, die nur mit Geld so um sich werfen, die haben 30 Autos in einer Garage, die so groß ist wie ein Fußballfeld, stehen und wo anders sterben Menschen, weil sie verhungern. Was soll denn das? Ich kann doch eh schlecht mit allen 30 gleichzeitig fahren, oder?

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